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Projekt-INF

Evaluation einer Privacy Management Plattform
Betreuer Dr. rer. nat. Christoph Stach
Prüfer Prof. Dr.-Ing. habil. Bernhard Mitschang
Ende2013/08/20
Beschreibung

 

Ausgangssituation

Moderne Smartphones, wie beispielsweise das NexusOne, werden schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren verwendet, sondern als mobilen Computer für die Hosentasche. Es werden damit Mails geschrieben, Termine verwaltet, Navigationsdienste genutzt, Musik gehört, Fotos gemacht, etc. Zusätzlich bieten diese mobilen Geräte eine Vielzahl an Sensoren, mit denen viele Kontextdaten bestimmt werden können, aus denen sich weitere Rückschlüsse über die aktuelle Situation des Nutzers ableiten lassen. Dies kann sehr hilfreich sein – man denke beispielsweise an eine App, die auf Grund des aktuellen Standorts eines Nutzers selbstständig entscheidet, ob eingehende Anrufe im Augenblick durchgestellt werden dürfen. Allerdings kann bösartige Software diese Informationen auch dafür verwenden, um einen Nutzer auszuspähen.

Verschiedene Plattformen bieten für die Verwaltung von Zugriffsrechten auf Kontextdaten unterschiedliche Lösungsansätze: Android führte hierfür beispielsweise das Permission-Konzept ein, in dem der Nutzer bei der Installation einer neuen App darüber informiert wird, auf welche Daten und Services diese Zugriffsrechte erhalten möchte. Wozu diese Daten benötigt werden, bleibt ihm aber in der Regel verborgen. Auch kann er einer App lediglich den vollen Zugriff auf diese Daten erlauben, oder die App gar nicht installieren. Häufig sind aber einige dieser Daten nur für Teilaspekte oder Zusatzleistungen einer App von Nöten.

Aus diesem Grund wurde im Rahmen eines Studienprojekts eine Privacy Management Plattform (PMP) für kontextsensitive mobile Apps entwickelt. Die PMP informiert den Nutzer wann welche Daten zu welchem Zweck verwendet werden sollen. Auf Basis dieser Informationen kann der Nutzer anschließend selbst entscheiden, ob er dazu bereit ist, diese (persönlichen) Daten Preis zu geben. Wenn nicht, wird der Leistungsumfang der App entsprechend eingeschränkt.

Ziel und Aufgabenstellung

Ziel dieser Arbeit ist es die PMP umfassend zu evaluieren. Dazu müssen folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  • Quantitative Evaluation (Ermittlung des Leistungsspektrums im Vergleich zu anderen Privacy-Lösungen, z.B. Android Permissions, MockDroid und Dr. Android and Mr. Hide)
  • Qualitative Evaluation (Erhebung von Messdaten, z.B. Einfluss der PMP auf die Laufzeit und Akkuverbrauch)
  • Evaluation der Benutzerschnittstelle (Software-Ergonomische Gesichtspunkte)
  • Evaluation der Rahmenbedingungen (Hardware- und Software-Voraussetzungen)

Zu diesem Zweck muss – neben der für die Evaluation benötigten Software – auch (mindestens) eine App implementiert werden, die die Grundlage für die Messungen darstellen. Diese App soll möglichst viele unterschiedliche Typen an Kontext- und Sensor-Daten verwenden.

Anforderungen

  • gute Java-Kenntnisse
  • Kenntnisse der Android-Programmierung sind von Vorteil

Organisatorisches

Art der Arbeit Projekt-INF
Titel Evaluation einer Privacy Management Plattform
Betreuer Dipl.-Inf. Christoph Stach
Prüfer Prof. Dr.-Ing. habil. Bernhard Mitschang
Start ab sofort

 

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