Aufgrund schwindender Gewinn-Margen bei den reinen Transport Diensten sehen Firmen der Telekommunikationsbranche die Notwendigkeit, in Zukunft einen Schwerpunkt auf das Angebot höherwertiger Dienste zu legen. Hierbei treten sie in Konkurrenz zu traditionellen Dienstanbietern, also IT Firmen wie HP, IBM oder auch Microsoft. Im Rahmen dieser Forschungskooperation mit den Partnern Alcatel SEL sowie den Instituten IKR und IPVS der Universität Stuttgart werden innovative Konzepte und Architekturen zur Diensterbringung in den Telekommunikationsnetzen der Zukunft erforscht. Die Haupt-Zielsetzung liegt in der Entwicklung von Basis-Technologien für eine Diensteplattform auf programmierbaren Knoten innerhalb einer Telekom Infrastruktur unter besonderer Berücksichtigung einer möglichst optimalen Platzierung von Dienstobjekten nach verschiedenen Kriterien.
Die obengenannten traditionellen IT Unternehmen sind bei der Diensterbringung auf Server am Netzrand angewiesen. Der möglicherweise entscheidende Vorteil von Netzbetreibern als Dienstanbieter liegt darin, dass ihnen der Vollzugriff auch auf Netz-interne Knoten möglich ist. Die Platzierung von Dienstobjekten auf Knoten im Netz-Inneren erlaubt unter anderem eine Optimierung von Diensten (insbesondere kommunikationslastiger Dienste) beispielsweise hinsichtlich einer minimalen Ressourcenbindung bei maximaler erreichbarer Dienstgüte. So erlaubt die durchgängige Kontrolle über den gesamten Pfad von Dienstanbieter zu Dienstnutzer ein feingranulares Ende-zu-Ende Dienstgüte-Management.