Mikro- und Nanotechnologie tragen zur Neu- und Weiterentwicklung der Mikrosystemtechnik bei und haben sich in der letzte Zeit zu einem modernen wissenschaftlichen Forschungsbereich entwickelt. Die Miniaturisierung der technischen Systeme bei gleichzeitig zunehmender Leistungsfähigkeit und Kompaktheit der Hard- und Software-Komponenten stellt eine weitere wichtige Tendenz im Mikrobereich dar. Neben der Verkleinerung der Robotergröße sind dabei auch neue Wahrnehmungs-, Steuerungs- und kooperative Handlungsmechanismen und Methoden gefragt.
Das Projekt „Kollektive Mikrorobotik“ hat das langfristige Ziel, diese neuen Prinzipien und Mechanismen zu untersuchen, zu verstehen und so zu bestimmen, dass gezielte Selbstorganisationsprozesse in technischen Systemen zustande kommen. Um die in der Simulation erarbeiteten Algorithmen auf reale Roboter zu übertragen und die Skalierbarkeit zu ermöglichen, wurde die Mikroroboter-Testplattform „Jasmine“ (28x26x20 mm) entwickelt, die Grundlage für große künstliche Schwarm (bis zu 100 Mikroroboter) ist.